06. Nov 2026
Das Beurteilungsgremium des Studienauftrags Stettenfeld empfiehlt der Gemeinde einstimmig das Projekt «Landschaft für alle!» des Teams Buchner Bründler Architekten, Maurus Schifferli Landschaftsarchitektur und moveIng zur Weiterbearbeitung. Mit diesem Projekt gewinnt Riehen Schritt für Schritt neue Lebensräume und attraktive Orte für Sport, Erholung und Wohnen – auf eine Art, die das grosse grüne Dorf stärkt und seine Entwicklung langfristig unterstützt. Das Ergebnis wird der Öffentlichkeit ab dem 5. November 2026 in einer Ausstellung vorgestellt.
Das Stettenfeld ist mit rund 17,6 Hektaren das grösste Entwicklungsgebiet der Gemeinde Riehen. Im rechtskräftigen Nutzungsplan Stettenfeld ist unter anderem festgehalten, dass ein nachhaltiges und familienfreundliches Quartier mit 35 % öffentlicher Grünfläche, 10 % Fläche für Sport und Freizeitnutzungen und 55 % Bauzone entstehen soll. Dabei ist auf die bestehenden Naturwerte Rücksicht zu nehmen und bei der massvollen Bebauung mit maximal drei Geschossen plus Dachgeschoss auf eine differenzierte und lebendige Bebauungsstruktur zu achten.
Studienauftrag erfüllt Vorgaben zu Naturraum, differenzierter Bebauung und Nachbarschaft
Zur Umsetzung hat die Gemeinde Riehen einen Studienauftrag durchgeführt. Das
Team mit Buchner Bründler Architekten, Maurus Schifferli Landschaftsarchitektur
und moveIng überzeugte mit ihrem sorgfältigen Beitrag «Landschaft für alle!»
das Beurteilungsgremium einstimmig.
Wertvolle Naturräume bleiben
erhalten und werden noch besser geschützt
Das Projekt versteht das Stettenfeld als
landschaftlich geprägten Raum, dessen Charakter bewahrt und weiterentwickelt
wird. Eine durchgehende offene Wiesenlandschaft mit Obstgarten bildet das
Rückgrat des neuen Lebensraums. Sie verbindet bestehende und neue Freiräume und
übernimmt ökologische, soziale und klimatische Funktionen. Die Baufelder sind
so gesetzt, dass bestehende ökologische und freiräumliche Qualitäten erhalten
bleiben.
Vielfältige Wohn- und
Eigentumsformen werden ermöglicht
Gebaut wird in frei gesetzten Wohnhöfen, die an die
Riehener Hof- und Landgutstrukturen anknüpfen. Diese Bebauungsstruktur
ermöglicht unterschiedliche Wohn- und Eigentumsformen und eine soziale
Durchmischung mit preisgünstigem Wohnraum. Die Höfe schaffen Räume, in denen
lebendige Nachbarschaften entstehen.
Vereine und umliegende
Quartiere profitieren
Drei Subzentren dienen als Orte der Begegnung: Im
Süden bildet der Ebackerpark mit Kindergarten und Café den Auftakt, im Norden
liegen die Sportanlagen als Übergang nach Lörrach. Mit 35 % der Fläche für
öffentliche Grünflächen und 10 % für Sport- und Freizeitanlagen entstehen
Angebote, die Vereine und die umliegenden Quartiere direkt bereichern.
Das Stettenfeld mit seinen Qualitäten weiterentwickeln
Der vom Beurteilungsgremium gewählte Studienauftrag zeigt, wie das Stettenfeld unter Berücksichtigung seiner bestehenden
Qualitäten weiterentwickelt werden kann. «Das Projekt überzeugt durch eine
klare, ortsspezifische Idee und den sorgfältigen Umgang mit den Naturwerten und
der Parzellierung», sagt Daniel Baur, Landschaftsarchitekt und Präsident des
Beurteilungsgremiums. Auch Gemeinderat Felix Wehrli betont die verschiedenen
Qualitäten des Projekts: «Das Projekt zeigt, wie wir das grosse grüne Dorf
weiterbauen können. Es schafft Wohnraum für Familien und Generationen, neue
Orte für Sport und Freizeit und die wertvollen Naturflächen bleiben erhalten.»
Der Studienauftrag sei ein wichtiger Schritt, bekräftigt Sebastian Olloz, Projektleiter und Ortsplaner der Gemeinde Riehen. «Er zeigt, wie die bestehenden Merkmale des Stettenfeld erhalten und in die künftige Gestaltung integriert werden können. So wird das Stettenfeld zu einem Ort, an dem man im Grünen lebt, sich begegnet und sich gerne aufhält.» Die Realisierung des Projektes erfolgt etappiert, beginnend mit dem Grünraum im Süden. Gemeinderat Daniel Hettich führt aus: «Mit der Entwicklung des Stettenfeld wollen wir die Gemeinde Riehen noch attraktiver machen. Wir entwickeln Riehen weiter, stärken seine Qualitäten und bewahren seinen Charakter. So gestalten wir die Zukunft unserer Gemeinde weiter.»
Zusammen mit dem Siegerteam wird nun unter Einbezug der Bevölkerung ein städtebauliches Gesamtkonzept erarbeitet. Dieses bildet die Grundlage für die zweite Stufe der Nutzungsplanung mit Zonenplan und Bebauungsplänen, für die Erschliessungspläne und für das Landumlegungsverfahren.
Öffentliche Ausstellung und Mitwirkungsveranstaltung
Das vom Beurteilungsgremium
empfohlene Projekt «Landschaft für alle!» sowie die beiden anderen Beiträge des
Studienauftrags werden der Riehener Bevölkerung in einer öffentlichen
Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung findet im Gemeindehaus statt.
Ausstellung: 6. November bis 20.
November 2026
Ort: Gemeindeverwaltung, Wettsteinstrasse 1, 1. Obergeschoss
Zeit: während der Öffnungszeiten
der Gemeindeverwaltung
Darauffolgend werden die Riehenerinnen und Riehener anfangs 2027 an eine Mitwirkungsveranstaltung eingeladen. Hierzu werden weitere Informationen folgen.
Das Nutzungsplanverfahren ist ab 2028 vorgesehen. Der Einwohnerrat muss anschliessend die Stettenfeld-Planung beschliessen (ab 2029).
Der Bericht des Beurteilungsgremiums und weitere Informationen sind ab dem 6. November 2026 abrufbar unter www.riehen.ch/stettenfeld.
Hier finden Sie den detaillierten Schlussbericht des Studienauftrages Stettenfeld.
Bildmaterial: Situationsplan und Modellfoto des Siegerprojekts, Quellenangabe: Buchner Bründler Architekten, Maurus Schifferli Landschaftsarchitektur, moveIng
Riehen, 6. November 2026
Weitere Auskünfte erteilen:
Daniel Hettich,
Gemeinderat, Tel. 079 302 51 47
Felix Wehrli,
Gemeinderat, Tel. 079 666 17 81
Sebastian Olloz, Leiter Ortsplanung, Umwelt und Landwirtschaft, Tel. 061 646 82 59
Hintergrund
Das Areal Stettenfeld ist mit rund
17,6 Hektaren das grösste Entwicklungsgebiet der Gemeinde Riehen. Der
Nutzungsplan Stettenfeld wurde 2014 vom Einwohnerrat beschlossen und ist seit
dem 1. Januar 2017 rechtskräftig.
Das Zukunftsbild Stettenfeld wurde 2020 bis 2022 gemeinsam mit Grundeigentümern, Bevölkerung und Einwohnerrat erarbeitet und im Februar 2022 vom Gemeinderat verabschiedet. Ab 2025 wurde ein Studienauftrag durchgeführt: Zehn Teams waren zur Skizzenbewerbung eingeladen, drei von ihnen haben anschliessend über ein Jahr lang ein städtebauliches und freiräumliches Konzept erarbeitet. Das Beurteilungsgremium aus Politik, Verwaltung, Grundeigentümern, Nutzern und Fachleuten hat die Beiträge am 15. Januar 2026 beurteilt.
Teilnehmende Teams: Buchner Bründler Architekten, Maurus Schifferli Landschaftsarchitektur und moveIng; Futurafrosch Architektur und Raumentwicklung, Bischoff Landschaftsarchitektur und Urbanista; Rahbaran Hürzeler Architekt:innen, META Landschaftsarchitektur und Basler & Hofmann Verkehrsplanung.