Entwicklungsgebiet Stettenfeld

Riehen bietet attraktiven Wohnraum im Grünen, das soll auch künftig so sein. Mit der Entwicklung des Stettenfeld-Areals werden die Werte der Gemeinde gestärkt und Raum geschaffen für mehr Lebensqualität für Wohnen und Freizeit. Ein nachhaltig und klug entwickeltes Stettenfeld tut Riehen gut.

Ausgangslage
Das Entwicklungsgebiet Stettenfeld soll im Wesentlichen dem Wohnen sowie der Freizeit und Erholung dienen. Der Einwohnerrat hat die Nutzungsplanung des Stettenfelds festgesetzt, die besagt, dass die Gemeinde ein Gesamtkonzept für ein attraktives und familienfreundliches Quartier gestützt auf nachhaltigen Grundsätzen erarbeiten wird. Ausserdem wurden untenstehende Vorschriften definiert, die seit 1.1.2017 verbindlich sind.

Was bereits gilt
Seit dem 1.1.2017 gelten für alle Grundeigentümer folgende Vorschriften der Nutzungsplanung Stettenfeld:

  • Die 17.5 Hektaren des Stettenfelds sollen entsprechend der Vorgaben für die Flächennutzung in 55% Bauzone, 35% öffentliche Grünfläche und 10% Freizeit- und Sportanlagen umgewandelt werden.
  • Die Bauzonen sollen im Wesentlichen dem Wohnen dienen
  • Eine Landumlegung wird zwingend notwendig sein:
    Die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer werden von ihrem Grundstück einen Landanteil an die Erschliessung sowie an die Grünfläche abtreten.
  • Die Erschliessung der Bauzonen erfolgt in Etappen, um auf die bestehenden Gewerbebetriebe und Freizeiteinrichtungen Rücksicht zu nehmen.

 

Das Vorgehen
Der Gemeinderat möchte im Austausch und im Sinne der Grundeigentümer eine räumliche Strategie für ein attraktives und familienfreundliches Quartier erarbeiten. Um der grossen Anzahl an betroffenen Akteuren gerecht zu werden, hat die Gemeinde einen partizipativen Prozess entwickelt. Dabei werden die verschiedenen Betroffenen und Beteiligten schrittweise über das Vorgehen informiert und in die Planung mit einbezogen. Es werden sogenannte Zielbilder erarbeitet, welche die Rahmenbedingungen und die verschiedenen Bedürfnisse der beteiligten Akteure sowie der breiten Öffentlichkeit berücksichtigen. Ziel ist es, auf diesem Weg die Zukunft des Stettenfelds gemeinsam und bestmöglich gestalten zu können.

Die erarbeitete Strategie soll dann in einem Wettbewerbsverfahren räumlich umgesetzt werden (2022) damit der Riehener Einwohnerrat detaillierte Nutzungspläne festlegen kann (ab 2023). Auf deren Grundlage können dann die Grundeigentümer die gewünschten Bau- und Investitionsentscheidungen treffen.

Was bisher geschah

  • Online-Forum vom 25. Juni 2020 mit den Grundeigentümern
  • Die interessierte Bevölkerung konnte am Stettenfeld-Tag vom Sontag, den 13. September 2020, das Stettenfeld spielerisch neu kennenlernen sowie Wünsche und Ziele zur Weiterentwicklung des Areals anbringen.
  • Gemeinderat hat aufgrund der Resultate der Mitwirkung Leitsätze erarbeitet
  • Zweites Online-Forum mit den Grundeigentümern am 4. Mai 2021, an welchem die Leitsätze angereichert wurden. 

 

Ausblick

Mit neun Leitsätzen, welche im partizipativen Prozess mit der Bevölkerung und dem Einwohnerrat erarbeitet wurden,  besteht eine breit abgestützte Basis für das Zukunftsbild und die weitere Entwicklung des Stettenfelds in Riehen. Im Sommer wird der Gemeinderat das Zukunftsbild zum Stettenfeld verabschieden. Im Herbst /Winter 2021 wird dem Einwohnerrat der Planungskredit für den Planungswettbewerb vorgelegt.  Im nächsten Jahr bilden dann das Zukunftsbild sowie alle weiteren ausgearbeiteten Grundlagen die Basis für einen Wettbewerb: Dabei werden verschiedene Planungsteams Ideen erarbeiten, wo im Stettenfeld die verschiedenen Nutzungen platziert werden könnten und wie mit den Vorgaben umgegangen werden kann, sodass eine optimale Nutzung, der beste Umgang mit den bestehenden Trümpfen sowie der grösste Nutzen für ganz Riehen erzielt werden kann.

Prozess wird filmisch dokumentiert
Der ganze Entwicklungsprozess der nächsten Jahre rund um das Stettenfeld wird filmisch dokumentiert. Damit trägt die Gemeinde zu einer offenen und nachvollziehbaren Planungskultur bei. Beteiligte und Interessierte werden zu Wort kommen und der Prozess wird audiovisuell «protokolliert». Sie finden den Film hier

 
Das Projekt wird im Rahmen der Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2020-2024 vom Bund unterstützt.

Leitung:
Name Telefon
Olloz, Sebastian +41 61 646 82 59