Neue Perspektiven für Wettsteinanlage, Bahnhofstrasse und Bahnhofvorplatz Resultate des Studienauftrags

28. Jul 2026

Die Wettsteinanlage ist ein lebendiger Treffpunkt mitten im Dorfzentrum und direkt am Bahnhof. Sie lädt zum Verweilen im Grünen ein. Um den Zugang vom Riehener Bahnhof zum Dorfzentrum aufzuwerten, hatte der Gemeinderat im Jahr 2024 fünf Teams eingeladen, Vorschläge für die Weiterentwicklung der Anlage auszuarbeiten. Ergänzend dazu wurden Projekte zur Aufwertung des Bahnhofvorplatzes und zur Umgestaltung der Bahnhofstrasse ausgearbeitet. An der Mitwirkungsveranstaltung «Gemeinde im Gespräch» im April 2026 brachten die Riehenerinnen und Riehener ihre Wünsche und Bedürfnisse ein. Der Ergebnisbericht zu den drei Teilprojekten zeigt nun die nächsten Schritte auf.

Die Wettsteinanlage ist von zentraler Bedeutung für das Dorfzentrum von Riehen. Sie ist ein lebendiger Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort zum Verweilen und Durchatmen, eine grüne Visitenkarte direkt am Bahnhof. Mit der Öffnung des Postgebäudes im Jahr 2024 sind nicht nur die Wettsteinanlage als Scharnier zur 6er-Haltestelle und zum Dorfzentrum, sondern auch die Bahnhofstrasse und der neue Bahnhofvorplatz wichtiger geworden. Der Gemeinderat hat daher im Jahr 2024 drei Teilprojekte angestossen: die Neugestaltung der Wettsteinanlage, die Umgestaltung der Bahnhofstrasse und die Aufwertung des Bahnhofvorplatzes.

Mitwirkungsveranstaltung «Gemeinde im Gespräch» und Ergebnisbericht
Die Teilprojekte wurden an der öffentlichen Informations- und Mitwirkungsveranstaltung «Gemeinde im Gespräch» vom 24. April 2026 präsentiert. Zentrale Themen waren die vorgesehene Umgestaltung des Parkplatzes bei der Wettsteinanlage und die zusätzliche Begrünung sowie Schattenplätze und Sitzgelegenheiten bei allen drei Teilprojekten. Die detaillierten Reaktionen aus der Bevölkerung können Sie hier sowie im Ergebnisbericht zur Veranstaltung nachlesen.

Der Gemeinderat wird die Teilprojekte unter Berücksichtigung der Rückmeldungen aus dem Ergebnisbericht und den Empfehlungen aus den Fachbereichen weiterbearbeiten.

Stand der Dinge: Wettsteinanlage

Perspektive vom Frühmesswegli auf die Parkmitte
© August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG
Perspektive vom Frühmesswegli auf die Parkmitte
© August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG

Im Mittelpunkt des Teilprojekts «Wettsteinanlage» stand der Studienauftrag und die Herausforderung, einen attraktiveren Zugang vom Bahnhof zum Dorfzentrum zu schaffen, ohne die Anlage grundlegend umzuformen oder ihre beliebten Elemente wesentlich zu verändern.

Das überzeugendste Resultat zeigt der Beitrag von August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG aus Binningen. Er zeichnet sich durch eine sorgfältige und umfassende Analyse der historischen Entwicklung der Wettsteinanlage aus. Das Kernstück bildet das Wasserbecken, das die vielfältig nutzbare Mitte der Anlage markiert und die Wettsteinanlage qualitätsvoll zu einer Einheit verbindet. Der Beitrag verknüpft die bestehenden Qualitäten gekonnt mit der neuen Mitte und schafft einen lebendigen Ort mit hohem Aufenthaltswert für alle Altersgruppen im Herzen von Riehen.

Das Siegerprojekt sah ursprünglich eine Neuorganisation der gesamten Parkplatzfläche vor, ohne die Anzahl der Parkplätze zu reduzieren. Dieser Aspekt wurde an der Mitwirkungsveranstaltung jedoch kontrovers diskutiert. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, die bestehende Parkplatzanordnung vorerst beizubehalten und mögliche Alternativen zu prüfen.

Stand der Dinge: Bahnhofvorplatz

Visu Bahnhofplatz
Visu Bahnhofplatz

Parallel zur Neugestaltung der Wettsteinanlage liess der Gemeinderat die beiden Teilprojekte zur Umgestaltung der Bahnhofstrasse und zur Aufwertung des Bahnhofvorplatzes erarbeiten.

Das Architekturbüro Felippi Wyssen Architekten aus Basel wurde beauftragt, die Wartehalle am Bahnhof neu zu konzipieren. Ein Dach wird als Wartehalle dienen, den Platz zonieren und Schutz vor Witterung bieten. Die Reisenden werden so am Bahnhof Riehen gebührend in Empfang genommen.

Aus der Mitwirkungsveranstaltung ging unter anderem der Wunsch nach zusätzlichen Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen, mehr Grün sowie – wo möglich – nach weiteren Bäumen entlang der Bahnhofstrasse hervor.

Stand der Dinge: Bahnhofstrasse
Das Basler Ingenieurbüro Moveing AG wurde beauftragt, die Bahnhofstrasse so zu planen, dass die Bushaltestellen den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes entsprechen. Gleichzeitig werden der Übergang von der Wettsteinanlage zum Bahnhof akzentuiert und die Anbindung des Dorfzentrums verbessert.

Die vorgesehenen Massnahmen an der Bahnhofstrasse wurden an der Mitwirkungsveranstaltung positiv aufgenommen und führten nur zu wenigen Rückmeldungen.

Teilweise Finanzierung aus dem Mehrwertabgabefond
Die Aufwertungsmassnahmen aller drei Teilprojekte können teilweise über den Mehrwertabgabefonds finanziert werden und erhalten zudem einen Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes. Für die Umsetzung der Massnahmen ist ein Beschluss des Einwohnerrats erforderlich. Das letzte Wort hat die Bevölkerung.


Kontakte:


Olloz Sebastian
Bereichsleiter Ortsplanung, Umwelt und Landwirtschaft
Telefon: 061 646 82 59


Schärer Dominik
Bereichsleiter Mobilität und Energie
Telefon: 061 646 82 46

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