Entwicklungszusammenarbeit

Die Gemeinde Riehen nimmt in der Entwicklungszusammenarbeit eine Vorreiterrolle ein.
  • Kinder einer Schule im Dorfentwicklungsprojekt von World Vision in Bangladesch

1% der Einkommenssteuereinnahmen wird für Entwicklungsprojekte im Inland und Ausland aufgewendet. Ein Teil davon wird für Nothilfe in Katastrophen- oder Kriegsgebieten eingesetzt. Ausserdem werden Projekte und Infrastrukturkosten in den zwei Partnergemeinden – Mutten im Graubünden und Csikszereda in Siebenbürgen (Rumänien) - unterstützt. Alle zwei Jahre wird zudem ein „Markt der Kulturen“ organisiert: Im Mai 2014 fand im Dorfzentrum Riehen der Markt “Afrika in Riehen“ statt, im September 2016 folgte der „Lateinamerika in Riehen“.

Besonders zu erwähnen sind die Schwerpunktprojekte, welche Riehen für fünf Jahre mit jährlich 50‘000 Franken unterstützt. Aktuell wird ein Programm zur Förderung von Honig- und Kakaobauern in Uganda von Swisscontact, ein Dorfentwicklungsprojekt in Bangladesch von World Vision sowie bis Ende 2016 noch ein Landwirtschaftsprojekt von Mission 21 im Kongo. Die Unterstützung von Mission 21 wird ab 2018 ersetzt durch das Projekt "Second Chance" der Christoffel Blindenmission, welches die wirtschaftliche Unterstützung und soziale Reintegration von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Burkina Faso anstrebt. Die Auswahl der Projekte erfolgte im Herbst 2016 im Rahmen eines transparenten Submissionsprozesses. Im Jahr 2017 wird als einjähriges Sonderprojekt der Verein Madagaskar in Basel unterstützt, welcher mit der Fassung einer Quelle im Süden von Madagaskar sauberes Trinkwasser sichert.

Jeweils Anfang Dezember bewilligt der Gemeinderat die Beiträge an Entwicklungsprojekte im Inland und Ausland. Der Einsendeschluss für Projektgesuche von Hilfswerken ist der 15. Oktober. Die Beiträge der Gemeinde Riehen werden seit einigen Jahren thematisch vergeben. Sowohl bei den Projektbeiträgen als auch bei Veranstaltungen und Medienberichten wird sich die Gemeinde schwerpunktmässig auf diese Themen konzentrieren. Die aktuellen Schwerpunktthemen sind:

  • 2017: Gesundheit und/oder Nachhaltige Landwirtschaft (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)
  • 2018: Gesellschaft und/oder Armut (Einsendeschluss 15. Oktober 2018)
  • 2019: Kinder und/oder Finanzen (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)

 

Bei der Vergabe der Beiträge berücksichtigt die Gemeinde folgende Kriterien:

  • K1: Das Projekt berücksichtigt die lokalen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten. Synergien und Vernetzung sind integraler Bestandteil des Projektes.
  • K2: Dank Ownership der Betroffenen ist langfristiger Erfolg gesichert. Es sind angemessene Eigenleistungen vorgesehen und zugelassen.
  • K3: Im Projektbeschrieb wird transparent über Herkunft und Verwendung der Mittel, definierte Kontrollen und Projektauswertungen (mit geeigneter Wirkungsmessung) informiert.
  • K4: Das Projekt fördert eine nachhaltige Entwicklung und hat ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Aspekte ganzheitlich im Blick.

 

Kontakt Zuständigkeit / Erreichbarkeit
Anna Katharina Bertsch
Telefon: 
+41 61 646 82 67
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Abteilungsleiterin Gesundheit und Soziales