Radon

Radon ist ein radioaktives, farb- und geruchloses Gas, welches in zahlreichen Gesteinen natürlicherweise vorkommt. Ist das Fundament eines Hauses undicht, kann Radon in Gebäude eindringen. Grund für die erhöhte Radonkonzentration in Riehen ist der uranhaltige Schotter, den der Fluss Wiese im Tal abgelagert hat. Radon selber ist nicht schädlich. Beim Zerfall des Gases entstehen jedoch radioaktive Folgeprodukte, die sich beim Atmen in der Lunge absetzen können. Dies führt zu einer Bestrahlung des Lungengewebes und erhöht das Risiko einer Lungenkrebserkrankung.

Betroffen von einer erhöhten Radonkonzentration ist in Riehen vorallem der Dorfkern. Da die Belastung im Gebäudeinnern stark vom Fundament abhängt, ist die Konzentration hauptsächlich in Häusern mit Baujahr vor 1930 erhöht. Die Radonbelastung ist in jedem Haus anders. Selbst eng beieinander stehende Häuser gleicher Bauart können völlig verschiedene Radonwerte aufweisen.

Die Gemeinde Riehen führt gemeinsam mit dem kantonalen Laboratorium seit 1983 Radonmessungen durch. Der Grenzwert für Wohn- und Aufenthaltsräume beträgt derzeit 1'000 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft und der Richtwert 400 Bq/m³. Eine Senkung der Werte ist jedoch geplant. Gebäude mit Radongaskonzentrationen über dem Grenzwert müssen saniert werden. Der Richtwert ist bei Neu- und Umbauten einzuhalten.

Meist kann die Radonkonzentration mit dem Einbau einer einfachen Lüftung im Keller reduziert werden. Das kantonale Laboratorium begleitet die Sanierungsarbeiten.

Weitere Auskünfte zum Thema Radon erteilt Ihnen das kantonale Laboratorium oder die Fachstelle Umwelt, der Gemeinde Riehen.
 

Kontakt
Salome Leugger
Telefon: 
+41 61 646 82 94
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