Die dreistufige Walsersiedlung Mutten setzt sich zusammen aus Untermutten auf 1'394, Stafel auf 1'761 und Obermutten auf 1'860 Metern über Meer und zählt heute gut 80 Einwohnerinnen und Einwohner. Mutten als deutschsprachige Gemeinde ist eine Enklave und rundum von Romanisch sprechenden Dörfern umgeben. Das Leben im "einsamsten Flecken Deutschbündens" (Zitat: Sprach- und Walserforscher Rudolf Hotzenköcherle, 1946) ist eine Herausforderung. Mit der Unterstützung durch Riehen konnte jedoch die Primarschule im Dorf erhalten werden und die verschiedenen Vereine bringen kulturelles und sportliches Leben ins Dorf. In Obermutten gibt es ein bescheidenes Angebot für Touristen (Restaurant, Unterkunftsmöglichkeiten, Skilift).
Riehen unterstützt seine Partnergemeinde seit dem Jahre 1959 mit regelmässigen Beiträgen. Grössere Beiträge in den letzten Jahrzehnten betrafen die Übernahme der Kosten der Primarschule in den Jahren 1984 bis 1987, den Beitrag an die Sanierung der Muttener Alp im Jahre 1989, Beiträge an eine Bauzonenerschliessung und Beiträge an die Gesamtmelioration.
Mit Reisen und Ausflügen für Riehener nach Mutten (2003 und 2009), der Teilnahme von Mutten am Dorffest Riehen (2005) und einem Schüleraustausch (2006) intensivierten sich die persönlichen Kontakte zwischen den Partnergemeinden. Durch diese Begegnungen erhalten die Einwohnerinnen und Einwohner Riehens die Möglichkeit, das Leben in einem Bergdorf kennenzulernen. Mutten ist mit Zug und Bus in nur rund vier Stunden zu erreichen und doch unterscheiden sich die Lebensbedingungen von Riehen und Mutten sicht- und spürbar.
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