Internationale Bauausstellung IBA

Die IBA Basel 2020 ist die erste Internationale Bauausstellung, die gleichzeitig in drei Ländern – Deutschland, Frankreich und der Schweiz – stattfindet. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung des grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Lebensraumes anhand modellhafter Projekte gezielt zu fördern.

Bis 2020 wird die IBA Projekte begleiten, die sich in der Region um Basel befinden und eine grenzüberschreitende Wirkung erzielen. Sie bietet den Projektbeteiligten neben organisatorischer Unterstützung auch den Austausch mit Fachexperten und die Möglichkeit die Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen.

IBA Projektübersicht

Riehen beteiligt sich an folgenden vier Projekten:

Am Zoll Lörrach/Riehen
Ziel des Projektes ist es, eine gemeinsame grenzüberschreitende S-Bahn-Station mit Lörrach zu bauen, wodurch der Grenzbereich besser in das öffentliche Verkehrsnetz eingebunden wird. Hieraus wird ein Impuls für eine weitere städtebauliche und landschaftsplanerische Entwicklung für ein nachhaltiges Quartier im Stettenfeld erhofft. Eine gemeinsam in Auftrag gegebene Fahrplanstudie zeigt, dass ein 15-Minuten-Takt auf der Wiesentalstrecke mit punktuellen Umbaumassnahmen grundsätzlich realisierbar ist. Zusätzlich erfolgt eine Untersuchung der Schranken-Öffnungszeiten in Riehen und Lörrach sowie eine Kostenschätzung der nötigen Infrastrukturmassnahmen. 2016 fand ein international besetzter Ideenwettbewerb statt, der als Grundlage für die weitere Projektgestaltung und Umsetzung dient. 

Trinationale Freiraumproduktion
Das IBA KIT aktiviert und erforscht öffentliche Räume der grenzüberschreitenden Region. Grundmodul ist ein Container, der zur nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität in ungenutzten Freiräumen aufgestellt wird. Das IBA KIT bietet einen exiblen Rahmen für Einwohnerinnen und Einwohner, unabhängige Institutionen, Planer und Kommunen, um Freiräume nutzerorientiert und in Zusammenarbeit zu gestalten. Gestalt und Angebot ist somit Ausdruck eines lokalen Prozesses und damit immer an den jeweiligen Ort angepasst. Das Projekt wurde vom Landschaftsplanungsbüro Bryum und der IBA Basel entwickelt. 2013 realisierte die Gemeinde Riehen einen ersten Prototyp, die sogenannte Freiraumkiste, um die Bedürfnisse der Bevölkerung an Freizeitinfrastruktur im Freien zu erforschen und diese ansprechender zu gestalten. 

Landschaftspark Wiese
Der rund 6 km2 grosse binationale Landschaftspark wird durch den Fluss Wiese, von der Landwirtschaft und den Waldpartien geprägt: als stadtnaher Erholungsraum und Trinkwassergewinnungsgebiet, genauso jedoch auch als Naturschutz- und Landwirtschaftsgebiet. Durch seine Multifunktionalität nimmt er eine wichtige Rolle für die gesamte Agglomeration ein. Das IBA Projekt will den Landschaftspark Wiese durch bauliche und partizipative Massnahmen langfristig schützen und nachhaltig entwickeln. Aus dem Wettbewerb „WasserSpiele“, einer Hochschulkooperation für die IBA Basel Expo, entstehen im Landschaftspark Wiese unterschiedliche temporäre Kunstwerke. Natur- und Lebensräume werden dadurch miteinander verbunden und Besucherinnen und Besucher erleben diese auf neue Weise. Ein mehrsprachiges Beschilderungssystem in grenzüberschreitend einheitlichem Design wird einen Beitrag zur besseren Besucherlenkung und einer gesteigerten Wahrnehmbarkeit des Landschaftsparks Wiese als Marke leisten.

24 Stops am Rehberger-Weg
Das Projekt „24 Stops am Rehberger-Weg“ verbindet zwei Länder, zwei Gemeinden, zwei Kulturinstitutionen und damit unendlich viele Geschichten. Der rund fünf Kilometer lange, grenzüberschreitende Fuss- und Fahrradweg zwischen Riehen und Weil am Rhein, zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus, eröffnet der Bevölkerung eine neue, spannende Sicht auf die Agglomeration Basel. Zu Fuss oder auf dem Fahrrad lässt sich eine einzigartig vielfältige Natur- und Kulturlandschaft erkunden, vorbei am Naturbad Riehen und durch die Weinlandschaft des Tüllinger Bergs. Auf der Wegstrecke befinden sich 24 Objekte des Künstlers Tobias Rehberger aus Berlin/Frankfurt am Main, die zum Verweilen einladen und neue Blickwinkel auf die einzelnen Landschaftsabschnitte zulassen. Das Projekt ist inzwischen realisiert. Es hat alle Qualitätskriterien erfüllt und ist mit dem Label der IBA Basel ausgezeichnet worden. Sie finden hier weiterführende Information zu diesem Kunstweg.

Kontakt Zuständigkeit / Erreichbarkeit
Sebastian Olloz
Telefon: 
+41 61 646 82 59
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Leiter Fachbereich Ortsplanung und Umwelt
David Beerli
Telefon: 
+41 61 646 82 85
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