Frequently Asked Questions

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Neugestaltung Dorfzentrum

Die Kosten von 3.3 Mio. Franken setzen sich wie folgt zusammen: 1.8 Mio. Franken betreffend die fällige Erneuerung der Strassen. 1.5 Mio. Franken wird für die Gestaltungsmassnahmen eingesetzt. Im Vergleich: Die Gemeindeversammlung der Gemeinde Therwil hat im 2011 für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes 2,67 Mio. Franken gesprochen. Reinach wird seinen Dorfkern und den öffentlichen Raum für insgesamt CHF 5,6 Mio. Franken aufwerten.

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen gemäss Auskunft der IWB bis spätestens 2018 die Sanierungsarbeiten umgesetzt werden, ob das Dorf umgestaltet wird oder nicht. Zusätzlich bestehen seitens Wärmeverbund Riehen AG und der Swisscom (Schweiz) AG unmittelbarer Bedarf an der Umsetzung diverser Werkleitungsmassnahmen (u.a. Hausanschlüsse / Ausbau FTTH). Seitens der Gemeinde Riehen müssen die Strassen in der Rössligasse und Schmiedgasse in den kommenden Jahren gesamthaft erneuert sowie Unterhaltsmassnahmen am Plattenbelag im Webergässchen durchgeführt werden. Mit der Neugestaltung werden diese Arbeiten koordiniert und die Baustellenzeit auf ein Minimum reduziert.

Nein. Der Gemeindehausvorplatz wird zugunsten der Treppenskulptur und damit z.B. die Marktfahrer mit einer Rampe besser auf den erhöhten Platz kommen, verkleinert. Der Platz wird nicht abgesenkt. Die Bäume bleiben erhalten.

Nein. Im Gegenteil: Die Bäume erhalten durch die Neugestaltung im Wurzelbereich mehr Platz. Dies erhöht die Vitalität der Bäume.

Der Brunnen auf dem Gemeindehausvorplatz hat eine „bewegte“ Geschichte hinter sich: Er stand ursprünglich an einer anderen Stelle auf dem Grundstück des früheren Zaeslinschen Landgutes. Ungefähr in der Mitte zwischen Schmiedgasse und Frühmesswegli, gerade etwa auf der Höhe der Südmauer des heutigen Einwohnerratstraktes. Mit dem Abbruch des Landgutes wurde der Zaeslinbrunnen ab 1955 um etwa 40 Meter versetzt.

Der schöne Brunnen war bereits in der öffentlichen Begleitgruppe ein grosses Thema, die vorgesehene Verschiebung des Brunnens wurde dann von allen sehr positiv aufgenommen. Der Brunnen wurde also berücksichtigt und man fand eine gute Lösung in der Phase der öffentlichen Meinungsbildung. 

Im Vordergrund für einen neuen Standort steht der Gemeindehausparkplatz, falls der Einwohnerrat den Bau eines Parkhauses beschliesst. Der Brunnen würde somit wieder an seinen ursprünglichen Ort gestellt. Andernfalls wird er an einem anderen Ort im Dorfzentrum aufgestellt.

 

Ja. Alle heutigen Parkplätze bleiben bestehen.

Nein. Der Verkehrsfluss wird über eine Ampelanlage geregelt. Die Grünphasen werden entsprechend angepasst.

Ja. Die Breite der Fahrbahn lässt ein problemloses Kreuzen der Autos zu. Die Breite entspricht den Verkehrsnormen.

Ja. Die Temporeduktion von 30 auf 20 km/h führt zu einer Entschleunigung und erhöht die Sicherheit. Die Geh- und Fahrbereiche sind gut von einander zu unterscheiden.

Die Vereinigung der Riehener Dorfgeschäfte hat sich für das Projekt ausgesprochen und dies auch in einem Schreiben an den Einwohnerrat zum Ausdruck gebracht.

Nein. Die verwendeten Zeichnungen beruhen auf Fotos. Im Gegensatz zu den Plänen veranschaulichen sie nicht die massstabsgetreue Umsetzung, sondern die Stimmung und die Atmosphäre der Umgestaltung. Sie zeigen zudem den künstlerischen und gestalterischen Mehrwert auf und ergänzen die massstabsgerechten Pläne, welche in den Abstimmungserläuterungen ebenfalls abgedruckt wurden und hier detailliert einsehbar sind.

In den Zeichnungen erscheinen die Trottoirs in der Schmiedgasse in der Tat nicht nur optisch breiter. Vielmehr werden sie mit der Umgestaltung auch tatsächlich verbreitert, da die Fahrspur mit der Umgestaltung verengt und damit die Trottoirs verbreitert werden. Diesbezüglich gibt der optische Eindruck die geplante Verbreiterung der Trottoirs wider.

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie bitte:

Sebastian Olloz, Ortsplaner
Telefon: +41 61 646 82 59
sebastian.olloz@riehen.ch

Parkieren in Riehen

Nein, ein Fahrzeug muss auf eine in Riehen lautende Halter- oder Lenkeradresse eingelöst sein, damit eine Anwohnerparkkarte ausgestellt werden kann.

Die Anwohner- und Angestelltenparkkarte ist auf dem ganzen Gebiet der Gemeinde Riehen (PLZ 4125) gültig.

Nein, innerhalb der Blauen Zone kann mit der Parkscheibe je nach Ankunftszeit bis max. 1,5 Stunden (über Mittag gelten längere Fristen) parkiert werden. Ab 19:00 Uhr bis am Folgetag 08:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen kann unbeschränkt parkiert werden. In der übrigen Zeit ist eine Besucherparkkarte notwendig. Diese kann online oder an allen Billettautomaten der BVB bezogen werden. Besucherparkkarten gelten für das ganze Kantonsgebiet von Basel-Stadt. An den Billettautomaten bezogene Parkkarten sind nicht kontrollschildgebunden.

Die Parkkarte wird auf das Wechselkontrollschild ausgestellt. Die Parkkarte muss im Fahrzeug, an welchem die Kontrollschilder angebracht sind, hinter der Frontscheibe gut sichtbar sein. Das Abstellen eines Fahrzeuges auf öffentlichem Grund ohne Kontrollschilder ist nicht erlaubt.

Wird das Fahrzeug in der Regel für die Nacht in Riehen abgestellt, gilt der Standort Riehen als Wohnsitz des Halters. Die Eigentümerfirma muss das Fahrzeug mit Standort in Riehen einlösen, es wird ein „Lenkereintrag“ (Standort des Fahrzeuges) im Fahrzeugausweis eingetragen. Sobald das Fahrzeug BS-Kennzeichen mit Standort in Riehen hat, ist das Anrecht auf eine Anwohnerparkkarte gegeben. Für Service- und Pikettfahrzeuge, welche nur sporadisch in Riehen abgestellt werden, können begründete Ausnahmen bewilligt werden.

Bei einem Wegzug aus Riehen erlischt die Anspruchsberechtigung auf eine Anwohnerparkkarte. Parkkarten welche keine Berechtigung mehr haben, sind der Ausgabestelle zurückzugeben.

Ja, für Hilfen in privaten Haushalten können Angestelltenparkkarten bezogen werden. Es muss jedoch belegt werden können, dass es sich dabei um Hausangestellte handelt welche sozialbeitragspflichtig sind.

Ja, es ist möglich für Mitarbeitende eine Angestelltenparkkarte zu beziehen, wenn das Fahrzeug auf eine im selben Haushalt wohnende Person (Ehepartner, Konkubinat, eingetragene Partnerschaft, Kinder etc.) lautet.

Nein, Anwohnerparkkarten können nur für in Riehen angemeldete Personen oder Geschäftsbetriebe für jeden auf dessen Namen in Riehen eingelösten leichten Motorwagen erworben werden.

Ja, Personen, welche offiziell in Riehen als Wochenaufenthalter/in angemeldet sind, haben Anspruch auf eine Anwohnerparkkarte, auch wenn Ihr Fahrzeug nicht in Riehen eingelöst ist.

Sofern die Firma in Riehen ansässig ist, ist dies möglich. Wenn die Firma jedoch lediglich Geschäftsräume aber keinen Firmensitz in Riehen hat, ist es nicht möglich.

Grundsätzlich sind Motorräder in den für sie bestimmten Parkfeldern abzustellen. Motorräder dürfen auch in der blauen Zone gebührenfrei abgestellt werden sowie auf den gebührenfreien Parkplätzen für Motorwagen.

Zonenplanrevision

Allgemeine Fragen zum Vorhaben

Seit dem Jahr 2001 liegt im Kanton Basel-Stadt die Planungskompetenz für das Gemeindegebiet bei den Gemeinden. Damit verbunden sind das Recht und die Pflicht, Zonen-, Bebauungs-, Bau- und Strassenlinienpläne regelmässig zu überprüfen. In Riehen ist eine solche Überprüfung nach mehr als 20 Jahren überfällig. Darum wurde im Jahr 2010 mit der Zonenplanrevision für das gesamte Gemeindegebiet begonnen.

Ein wesentliches Ziel der Gesamtzonenplanrevision besteht darin, den heutigen Charakter mit seiner hohen Lebens- und Wohnqualität und den ausgedehnten Grünzonen Riehens langfristig zu erhalten: Riehen will „das Grosse Grüne Dorf“ bleiben. In der Zonenplanrevision werden Volksentscheide der letzten Jahre wie beispielsweise die Abstimmungen zur Freihaltung des Moostals, die Erhaltung der Freizeitgärten und Schaffung einer Arbeitszone umgesetzt. Zudem soll der neue Zonenplan für die Zukunft genügend Erneuerungsspielraum schaffen. Im Weiteren sollen zahlreiche Bebauungspläne harmonisiert, vereinfacht und damit zonenrechtliche Klarheit geschaffen werden.

An verschiedenen Orten werden entlang von bestehenden Strassen im Sinne einer Arrondierung einzelne, bereits erschlossene Areale -  beispielsweise Auf der Bischoffhöhe, am Fuchsweg, am Rheintalweg und an der Talmattstrasse - neu der Bauzone zugewiesen.

Die Bauzonengrösse im Moostal ist seit Längerem Gegenstand von Diskussionen. Der neue Zonenplan sieht hier eine Bauzonenreduktion vor, wie dies im Zuge der Behandlung von Volksinitiativen politisch entschieden wurde. Im Mittelfeld werden insgesamt noch unerschlossene rund 4,9 Hektaren, an der Langoldshalde rund 1,2 Hektaren aus der Bauzone entlassen. Das Gebiet wird mehrheitlich der Landwirtschafts- und Landschaftsschutzzone zugewiesen. Parzellen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden, werden der Grünzone zugewiesen. Die aus der Bauzone zu entlassenden Parzellen konnten inzwischen von der Einwohnergemeinde Riehen mit wenigen Ausnahmen gekauft werden.

Die Neuerungen betreffen vor allem die drei neuen Zonen 2R, Arbeitszone und Zone für Freiraumnutzungen. Details sind aus den PDFs der einzelnen Zonen ersichtlich. 

Der heutige Charakter Riehens wird explizit und langfristig beibehalten. Die Wahrung des typischen Riehener Charakters ist eines der wichtigsten Ziele der Revision. Das historische Dorfzentrum sowie besonders bedeutende Bebauungs-Ensembles werden durch Stadt- und Dorfbild-Schutzzone sowie die Stadt- und Dorfbild-Schonzone erhalten. Auch durch die Einführung der neuen Zone 2R wird der heutige Charakter der Hanglagen mit seinen Ein- und Zweifamilienhäusern gesichert. So sollen Mehrfamilienhäuser in der Zone 2R nur noch bewilligt werden, wenn durch eine Bebauungsplanung eine gute Qualität sichergestellt ist. Zudem wird die Siedlungserweiterung eingeschränkt: Mit der Annahme des neuen Zonenplans wird zum Beispiel entsprechend dem Volkswillen eine Überbauung der meisten noch unbebauten  Parzellen im Moostal verunmöglicht. Auch will man vermeiden, dass das Stettenfeld, das heute in der Bauzone liegt, grossflächig überbaut wird. Deswegen wird der Grünanteil in diesem Gebiet in einer Nutzungsplanung von bisher ca. 11% auf 35% erhöht.

Die ZPR aus Sicht der unterschiedlichen Nutzer

Bewohner

Sie finden die Beschreibung der neuen Zonen, indem Sie auf dem Plan in der Rubrik "Pläne öffentliche Planauflage" mit dem Cursor über Ihre Liegenschaft fahren.

An verschiedenen Orten werden entlang von bestehenden Strassen im Sinne einer Arrondierung einzelne, bereits erschlossene Areale -  beispielsweise Auf der Bischoffhöhe, am Fuchsweg, am Rheintalweg und an der Talmattstrasse - neu der Bauzone zugewiesen. Dadurch wird die bestehende, kostenintensive Infrastruktur besser genutzt.

Gewerbe

Die Betriebe und das Gewerbe in Riehen werden durch den neuen Zonenplan stärker vor einer Verdrängung durch Wohnnutzungen geschützt, unter anderem durch die Schaffung der neuen Arbeitszone. Ziel ist es, die Zahl der hier ansässigen Betriebe zu halten und leicht zu erhöhen.

Der Begriff „störende Emissionen“ bezieht sich im Wesentlichen auf Lärmbelastung, Luftverunreinigung (z.B. durch Verkehrsaufkommen). Mässig störende Betriebe sind beispielsweise Verkaufsläden, Handwerkerbetriebe und grössere Dienstleistungsbetriebe.

Der Begriff „störende Emissionen“ bezieht sich auf Lärmbelastung, Luftverunreinigung und Verkehrsaufkommen. Nicht störende Betriebe sind beispielsweise Coiffeursalons, Architekturbüros und Arztpraxen.

Natur und Umwelt

Gar nicht. Ein wesentliches Ziel der Gesamtzonenplanrevision besteht darin, den heutigen Charakter, die hohe Lebens- und Wohnqualität und die ausgedehnten Grünzonen Riehens langfristig zu erhalten: Riehen will „das Grosse Grüne Dorf“ bleiben.

Der Natur und Landschaft wird im neuen Zonenplan grosse Bedeutung zugemessen. Dazu trägt die neue Zone für Freiraumnutzungen bei, aber auch die Tatsache, dass Gebiete, die sich heute in der Bauzone befinden, aus dieser herausgenommen werden. So zum Beispiel das Moostal. Auch mit den neuen Natur- und Landschaftsschutzzonen werden weite Landschaftsgebiete vor zusätzlichen Bauten und Anlagen geschützt.

Ziel der Raumplanung – der Zonenplan ist dabei ein wichtiges Instrument – ist es, die Landschaft zu schützen und die bestehenden Siedlungsgebiete so weiterzuentwickeln, dass sie der heutigen und nachfolgenden Generationen maximale Lebensqualität bieten. Eine gute Gestaltung der bestehenden und neuen Bauten, welche die Bedürfnisse von Flora und Fauna unterstützen und die umweltschonende Nutzung des Bodens verfolgt, ist dabei eine Grundvoraussetzung. Neue Bauten und Anlagen werden nur bewilligt und neue Areale erschlossen, wenn sie den Zielen und Grundsätzen des Raumplanungsrechts und dem Umweltschutzrecht entsprechen.

Freizeit

Mit der Zonenplanrevision ist gewährleistet, dass die schönen Parkanlagen rund um die Museen gewahrt werden, so dass diese weiterhin touristische Anziehungspunkte bleiben.

Verkehr

Ziel der Zonenplanung ist es, die bauliche Entwicklung im Wesentlichen in den bereits heute bestehenden Siedlungsgebiet zu beschränken. Dies spart Boden, Energie und Infrastrukturkosten. Würde das Siedlungsgebiet durch die Zonenplanung ausgedehnt, würde dies nicht nur zu einem hohen Bodenverbrauch, sondern auch zu zusätzlichem Verkehr und teuren Infrastrukturkosten führen. Durch die Beschränkung der Siedlungsfläche kann das vom öffentlichen Verkehr sehr gut erschlossene Riehen gesichert werden. Das Verkehrssystem wird funktionstüchtig gehalten und verbessert, sorgt für kurze Wege und spart damit Energie und Zeitverluste.

Die Parkraumbewirtschaftung läuft völlig unabhängig von der Zonenplanrevision.

Fragen zur Zonenplanung (Instrument / Verfahren)

Instrument und Begriffe

Der Zonenplan regelt für Grundeigentümer verbindlich, wie sie ihr Grundstück nutzen dürfen: als Bauzone (z.B. Wohnzone, Arbeitszone, Stadt- und Dorfbild-Schutz- oder –Schonzone sowie Zonen für Nutzungen im öffentlichen Interesse) oder als Nicht-Bauzone (Grünzone, Grünanlagenzone, Landwirtschaftszone, Zonen des Natur- und Landschaftsschutzes). Mit ihr wird die zulässige Bodennutzung bezüglich Zweck, Ort und Mass parzellenscharf und grundeigentumverbindlich festgelegt. Der Zonenplan ist Teil einer umfassenden Nutzungsplanung, welche bestimmte funktional zusammenhängende Gebiete definiert. Die Nutzungsplanung umfasst neben dem Zonenplan Sondernutzungspläne (Bebauungspläne, spezielle Bau- und Nutzungsvorschriften) sowie den Lärmempfindlichkeitsstufenplan (LESP). Die Nutzungspläne bestehen jeweils aus einer Karte (bspw. Zonenplan) und jenem Teil des Bau- und Planungsgesetzes, welcher Zweck und Mass der Nutzung in den einzelnen Zonen umschreibt.

Der Zonenplan wird vom Einwohnerrat festgelegt und vom Kanton genehmigt. Er bildet zusammen mit dem kantonalen Bau- und Planungsgesetz das wesentliche öffentlich-rechtliche Instrument, das beim Planen und Bauen zu beachten sind. Zonenpläne werden in der Regel alle 15 Jahre überprüft und falls nötig revidiert.

Siehe auch: Bau- und Planungsgesetz Basel-Stadt: http://www.gesetzessammlung.bs.ch siehe Erlass 730.100 (unter Thema 7 Raum- und Bauordnung, 73 Hochbauten)

Umzonung stellt die Änderung der Nutzungszuweisung für ein bestimmtes Grundstück dar. Der Ausdruck umfasst die in der Umgangssprache häufig verwendeten Ausdrücke „Einzonung“ für die Zuweisung eines Grundstücks zur Bauzone und „Auszonung“ für die Umzonung von einer Bauzone in eine Zone für Freiraumnutzungen, Landwirtschafts- oder Natur- und Landschaftsschutzzone.

Das gesetzliche Planungsverfahren ist im Bau- und Planungsgesetz (BPG) festgelegt. Einsprache ist unter § 110 BPG definiert. Gegen Planentwürfe kann bis zum Ende der öffentlichen Auflage Einsprache erhoben werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer von der Planung persönlich berührt wird und ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Änderung oder Ablehnung hat oder wer durch eine besondere Vorschrift zum Rekurs ermächtigt ist. Aus der Begründung muss mindestens hervorgehen, warum das Vorhaben beanstandet wird. Wer nicht zur Einsprache berechtigt ist, kann Änderungen anregen.

Baureife ist Voraussetzung für die Überbauung eines Grundstücks. Ein Grundstück ist baureif,

  • wenn seine Lage, seine Form und seine Grösse für die zulässige bauliche Nutzung zweckmässig sind;
  • wenn feststeht, dass seine Grenzen für die zulässige Nutzung des umliegenden Gebiets nicht verändert werden müssen;
  • wenn es hinreichend erschlossen ist oder wenn sichergestellt ist, dass es rechtzeitig hinreichend erschlossen wird;
  • wenn die Vorschriften über den Umweltschutz eine den Nutzungsplänen entsprechende Bebauung nicht ausschliessen.

Somit ist die Baureife gegeben, wenn das Grundstück tatsächlich und rechtlich überbaubar ist, das heisst, wenn die baurechtliche Grundordnung (Zonenplan) bestimmt und das Grundstück erschlossen ist.

Unter Erschliessung versteht man die Erstellung der für eine Grundstücknutzung nötigen Grundinfrastrukturen (insbesondere Strassen, Wasser, Abwasser, Elektrizität). Die ausreichende Erschliessung ist Grundvoraussetzung der Überbaubarkeit (Baureife).

Der angepasste Riehener Zonenplan

Der Zonenplan regelt für Grundeigentümer verbindlich und parzellenscharf, wie sie ihr Grundstück bezüglich der zulässigen Bodennutzung sowie Zweck, Ort und Mass nutzen dürfen. Die Vorschriften betreffend die zulässigen Nutzung (Zweck) sowie der Bebauungsmöglichkeiten (Ort und Mass) sind im Bau- und Planungsgesetz (BPG) Basel-Stadt oder in der neuen Zonenordnung der Gemeinde Riehen definiert und festgelegt.

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Zonen finden sie hier.

Der Zonenplan von Riehen hat folgende Grundzonen:

Bauzonen

Nichtbauzonen

Zonen für Freiraumnutzungen (neuer Überbegriff)

Freizeitgartenareale (Zone gemäss neuer Zonenordnung Gemeinde Riehen)

Überlagernde Nutzungen:

 

Spezialgebiet

Siehe auch: Bau- und Planungsgesetz Basel-Stadt:

http://www.gesetzessammlung.bs.ch siehe Erlass 730.100 (unter Thema 7 Raum- und Bauordnung, 73 Hochbauten)

 

 

 

 

Diese sind im Zonenplan jeweils mit einer Schraffur dargestellt und definieren weitere Bestimmungen für die „darunterliegende“ Grundzone.

In Riehen gibt es Gebiete mit speziellen Bauvorschriften, so genannten Bebauungsplänen. Gemäss § 101 des kantonalen Bau- und Planungsgesetzes sollen Bebauungspläne in begrenzten Gebieten bessere Bebauungen gewährleisten als die baurechtliche Grundordnung. Sie gehen den allgemeinen Regeln vor. Eine Übersicht der Bebauungspläne findet sich hier: Link

Mit der Zonenplanrevision findet eine Harmonisierung zahlreicher Bebauungspläne an Hanglagen statt. Neu wird eine Zone 2R als Grundzone eingeführt.

Ausserhalb der Bauzone definieren spezielle Nutzungsvorschriften für Kleingartenareale in Siedlungsnähe neu, welche Bauten und Anlagen für die nichtprofessionelle landwirtschaftliche und gartenbauliche Nutzung zulässig sind.

  • In der Zone 2a gelten gegenüber der Zone 2 zusätzliche Vorschriften (BPG §§ 30, 31, 32). So lässt die Zone 2a eine lockerere Bebauung zu als die Zone 2.
  • Die Zone 2R dient der Harmonisierung bestehender Bauvorschriften (veralteter Begriff; heute Bebauungspläne) an Hanglagen. Gebäude treten in Hanglagen aufgrund ihrer Exposition stärker in Erscheinung. Deshalb müssen sie erhöhten gestalterischen Ansprüchen genügen. So gelten in der Zone 2R zusätzliche Vorschriften in Bezug auf die überbaute Fläche, die maximale Firsthöhe (9.0 m bei eingeschossigen und 11.0 m bei zweigeschossigen Bauten) und die maximale Höhe von Stützmauern, Auffüllungen, Abgrabungen und Hecken. Dies vergrössert den Handlungsspielraum bei der Erneuerung älterer Liegenschaften. In dieser Zone dürfen nur Ein- und Zweifamilienhäuser erstellt werden.
  • Die  Bebauungsziffer in der Zone 2R wird von 17% auf 20% für zweigeschossige, bzw. von 25% auf 28% für eingeschossige Bauten erhöht. Damit wird er Handlungsspielraum bei der Erneuerung von alten Bauten vergrössert ohne die lockere Bebauungsstruktur zu gefährden.

Die Bebauungsziffer bezeichnet das Verhältnis zwischen überbauter Fläche zur Grundstücksfläche. Eine Bebauungsziffer von 20% bedeutet, dass bei zweigeschossigen Gebäuden 20 Prozent der Parzellenfläche überbaut werden darf.

Die Ausnutzungsziffer bezeichnet das Verhältnis der Bruttogeschossfläche zur anrechenbaren Grundstücksfläche (§ 7 BPG). Die Bruttogeschossfläche ist die Fläche je Geschoss, die von den Aussenwänden umschlossen wird, einschliesslich der Wandstärke der Aussenwände (§ 8 BPG).

  • Stadt- und Dorfbild-Schutzzone: Diese dient dem Schutz historischer Bausubstanz. In dieser Zone sind die nach aussen sichtbare historisch oder künstlerisch wertvolle Substanz und der entsprechende Charakter der bestehenden Bebauung zu erhalten. Fassaden, Dächer und Brandmauern dürfen nicht abgebrochen werden.
  • Stadt- und Dorfbild-Schonzone: In dieser Zone ist gegenüber der Schutzzone ein gemässigteres Schutzinteresse geregelt. Der nach aussen sichtbare historische oder künstlerische Charakter der bestehenden Bebauung darf nicht beeinträchtigt werden. Insbesondere sollen Baukubus und Massstäblichkeit gewahrt bleiben.

Die Schutzzone ist eine Nutzungszone mit dem Ziel, jene Nutzungen einzuschränken, die bestimmte, geschützte Gegenstände oder Werte beeinträchtigen können. Beispiele von Schutzzonen sind Landschafts- und Naturschutzzonen, Stadt- und Dorfbildschutzzone, Gewässerschutzzone (nicht Gegenstand der Zonenplanrevision) oder der Aussichtsschutz.

Unter Wohnzonen versteht man die Zonen 2, 2a, 2R und 3, denn die Bauzone dient im Wesentlichen dem Wohnen.

In der Wohnzone sind jedoch nicht störende Betriebe (Lärmbelastung, Luftverunreinigung, Verkehrsaufkommen) zulässig, z.B. Quartierläden, Arztpraxen, Anwaltskanzleien, Coiffeursalons, Alters- und Pflegeheime, kleine Dienstleistungsbetriebe, Kindergärten oder Kinderhorte, Galerien, Ateliers, Velowerkstätten, Bed & Breakfast, Architekturbüros, Treuhandbüros etc.

Die Wohnzonen können mit einer sogenannten überlagernden Nutzung (im Zonenplan als Schraffur dargestellt) versehen werden. Die Bauzone dient im Wesentlichen dem Wohnen, in dieser überlagerten Zone sind jedoch mässig störende Betriebe zulässig, die etwas mehr Emissionen verursachen. Gleichzeitig müssen die Wohnnutzungen in diesen Gebieten mehr Immissionen dulden. Zulässig sind nebst den emissionsarmen Betrieben z.B. grössere Dienstleistungsbetriebe, Verkaufsläden, Handwerkerbetriebe, Kirchen etc.

An gut erschlossener Lage werden für das lokale Gewerbe Arbeitszonen ausgeschieden. Damit wird einem langjährigen Bedürfnis nach einer Gewerbezone entsprochen. In der Arbeitszone sind keine Wohnungen zulässig. Somit sind dort die Betriebe vor Verdrängung durch Wohnnutzungen geschützt. Die Arbeitszonen werden bezüglich der zulässigen Geschosszahl unterschieden: In der Arbeitszone 2 sind zwei Vollgeschosse, in der Arbeitszone 3 sind 3 Vollgeschosse zulässig (nebst Dach- oder Attikageschoss).

Zonen für Nutzungen im öffentlichen Interesse dienen der öffentlichen Hand ihre vielfältigen Aufgaben wahrzunehmen und die öffentlichen Bedürfnisse an den Raum abzudecken. In diesen Zonen befinden sich beispielsweise die Schulen, Sport- und Freizeitanlagen, die Kirchen, Zollanlagen, Museen oder der Werkhof.

Die Zonen für Nutzungen im öffentlichen Interesse (NöI) wurden anlässlich der Zonenplanrevision überprüft. Für die in dieser Zone verbleibenden Flächen wurde eine Zweckbestimmung definiert, damit für die angrenzenden Grundstücke eine Rechtssicherheit besteht.

 

Areale

Zweckbestimmung

Schulhaus Burgstrasse

Schule

Schulhaus Hinter Gärten

Schule

Schulhaus Erlensträsschen

Schule

Schulhaus Wasserstelzen

Schule

Schulhaus Niederholz und Hebel

Schule

Schul- und Sportanlage Bäumlihof

Schule

Schule Steingrubenweg

Schule

Sonderschule „Zur Hoffnung“

Sonderschule/Heim

Sonderschule „Gute Herberge“

Sonderschule/Heim

Kindergarten Niederholz

Kindergarten

Naturbad mit Parkplatz

Freizeit/Sport

Sportanlage Grendelmatte

Freizeit/Sport

Freizeitzentrum Landauer

Freizeit/Sport

Hinter Gärten

Freizeit/Sport

Gemeindehaus Riehen

Gemeindeverwaltung

Friedhof Hörnli

Friedhof

Friedhof Hörnli, Teilbereich

Werkhof

Gottesacker Riehen

Friedhof

Fondation Beyeler

Museum

Kompostierungsanlage Maienbühl

Kompostierungsanlage

Klinik Sonnenhalde

Gesundheit

Transformatorenstation Wasserstelzenweg

Versorgung

Kirche „Pfaffenloh“

Kirche

Kornfeldkirche

Kirche

Zoll Lörrach

Zoll

Zoll Weil am Rhein

Zoll

Zoll Inzlingen

Zoll

Schiessstand

Schiessstand

 

 

 

Die Zone für Freiraumnutzungen ist der neue Überbegriff für folgende Zonen:

Die Grünzonen und Grünanlagenzonen dienen der Sicherung von Flächen für Freiraumnutzungen wie Parks, Gärten, Gliederung und Gestaltung der Siedlung, Erholung und Sport, Kulturlandschaft und von Standorten heimischer Natur.

Die speziellen Nutzungsvorschriften in den Grünzonen zielen darauf ab, den jeweiligen Charakter des entsprechenden Landschaft zu erhalten (z.B. in Kleingartenarealen den gartenbaulichen oder landwirtschaftlichen Charakter) und Bauten und Anlagen auf das notwendige Minimum zu beschränken.

Das bisherige Landwirtschaftsgebiet heisst neu Landwirtschaftszone. Areale in der Landwirtschaftszone werden professionell landwirtschaftlich bzw. gartenbaulich genutzt.

Die strengere Grünzone ist für extensiv genutzte Flächen, bei welchen die Errichtung von freiraumbezogenen Bauten und Anlagen die Ausnahme bleiben sollen (topographie- und landschaftlich geprägte Gebiete). D.h. In Grünzonen sind Bauten und Anlagen nur ausnahmsweise und in untergeordneter Form zulässig. Die Grünanlagenzone wird festgelegt für Freiräume, welche einen Bedarf an Erschliessungs- und Ausstattungsanlagen haben. D.h. Grünanlagen dienen der Ausstattung des Siedlungsgebiets, beispielsweise als Park- oder Sportanlagen, als Spielplätze etc. In Grünanlagen sind die zu ihrer Erschliessung und Ausstattung üblichen Bauten und Anlagen zulässig.

Mit der Zone für Landschaftsschutz werden grossflächig die wertvollen Landschaftsräume geschützt. Sie dienen dazu die vorhandenen Qualitäten zu schützen. Hier sind Bauten und Anlagen einschliesslich Veränderung des Reliefs nicht zulässig. Zu ihnen zählen beispielsweise die Wieseebene und die Gebiete im Moostal.

Als Freizeitgartenareale werden jene Kleingartenareale bezeichnet, welche in der Regel als Verein organisiert sind und eine gemeinsame Infrastruktur aufweisen.

  • Weilmatten (Verein Weilmatten)
  • Stettenloch (Verein Stettenloch)
  • Im Moos
  • Auf Hutzlen (Verein Erlensträsschen)
  • Habermatten (Verein Spitalmatten)
  • Spittelmatten (Verein Spitalmatten)
  • Bohner (Verein Bäumlihof)
  • Hörnli (Verein Hörnli)
  • Rheinäcker (Verein Bettingerweg)
  • Gotenstrasse (Verein Bäumlihof)

Terminplan

Der Zonenplan wird in der Regel alle 15 Jahre überprüft und falls nötig angepasst.

Die öffentliche Planauflage endete am 14. Juni 2013. Nach der Behandlung der Einsprachen muss der Einwohnerrat die Revision beschliessen. Dies ist im Frühling 2014 nach der Vorberatung in der Sachkommission Siedlung und Landschaft vorgehsehen. Danach erfolgt die Genehmigung der Zonenpläne durch den Regierungsrat Basel-Stadt. Damit erlangt die Zonenplanung seine Rechtskraft.

Vom 14.5.-14.6.2013 fanddie öffentliche Planauflage in der Gemeindeverwaltung statt. Danach folgt nach der Vorberatung in der Sachkommission Siedlung und Landschaft der Beschluss durch den Einwohnerrat Riehen (vorgehsehen 1. Quartal 2014) sowie die Genehmigung durch den Regierungsrat Basel-Stadt und damit das Inkrafttreten des neuen Zonenplans. (Vgl. §§ 109 BPG)

Sind die Pläne rechtskräftig, werden wo nötig Bau- und Strassenlinien angepasst. Zudem wird für das Stettenfeld die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts in die Wege geleitet.

Die Entwürfe müssten überarbeitet werden. Das Moostal wäre vorerst weiterhin in der Bauzone, die Bauzone im Stettenfeld wäre nicht reduziert. Die Bebauungspläne wären nicht harmonisiert.