Beschreibung Der Wenkenhof unterteilt sich in den alten und den neuen Wenken. Alter Wenken Kleiner Wenkenhof, Bettingerstrasse 127/129 bzw. Hellring 3-9 Nachdem der schon 751 bezeugte Dinghof lange Zeit Besitz des Klosters St. Blasien gewesen war, gelangte er nach dem Übergang Riehens an Basel (1522) in private Hände. Aus dem Bauernhof wurde ein Landgut. Der Eigentümer Johann Jacob Beck (1563-1639) liess nach 1600 bauliche Veränderungen vornehmen. Ihm folgte 1639 sein Schwiegersohn Onophrion Merian (1593-1665). Aus dieser Zeit stammt eine getäferte Stube. Im Jahr 1657 kam der Wenken an Balthasar Graf (*1605), der wegen Ehebruchs 1658 auf die Galeeren verbannt wurde. Ihm folgten Träger der Namen Thierry, Varnier, Hagenbach und Burckhardt. Endlich kaufte Johann Heinrich Zäslin (1697-1752) 1735 den Wenkenhof. Sein Grossneffe Johann Jakob Merian(1741-1799) baute die Wirtschaftsgebäude um und legte das heute noch erhaltene Wäldchen in der Kurve der Bettingerstrasse an. Aus dem späten 18. Jahrhundert datieren das Pächterhaus (zeitweise ein selbständiger Bauernhof) und weitere Landvvirtschaftsbauten. Von 1903 bis zu seinem Tode wohnte der berühmte Historiker Rudolf Wackernagel im Alten Wenken. Nach dem Tode seiner Frau (1931) kam der Hof an Alexander Clavel (1881-1973), der ihn an die Einwohnergemeinde der Stadt Basel vveitergab (1932). Zusammen mit dem Pächterhaus wurde er 1934 renoviert und unter Schutz gestellt. Neuer Wenken Wenkenhof, Bettingerstrasse 121 Im Auftrag von Johann Heinrich Zäslin baute wohl Johann Carl Hemeling 1736 talabwärts vom Alten Wenken ein einstöckiges Lusthaus in französischem Stil. Auch liess Zäslin in der Art André Le Nôtres (1613-1700) Gartenarchitekt des französischen Königs Louis XIV. (1638-1715), einen viel bewunderten, im 19. und 20. Jahrhundert veränderten Park anlegen: seit 1983 ist er an gegen 20 Tagen im Jahr öffentlich zugänglich und wurde z.B. 1984 von 5800 Personen besucht. Das Gut blieb teilweise bis 1931 in den Händen der Zäslinschen Verwandtschaft, die Besitzer hiessen Merian, Bischoff und Burckhardt. 1860 wurde der Neue Wenken im Empire Stil erweitert und 1870 vom Alten Wenken getrennt. 1916 erwarb Alexander Clavel die Anlage und betätigte sich verschiedentlich als Bauherr: Umbau des Neuen Wenkeri im Stil Louis XIV. durch den Architekten Henry Berthold de Fischer (1861-1949) 1918-1921, Aufstellung der Hirsche 1922, Anlage des englischen Gartens, Errichtung der Reithalle 1925, Umbau der Pavillons 1932/3, neues Eingangstor 1933 und Einweihung der neuen Terrasse 1957. Im Jahre 1954 errichtete Clavel die "Alexander Clavel Stiftung". Dadurch kam der Neue Wenken 1969 in öffentlieben Besitz und die Einwohnergemeinde Riehen wurde durch den Kauf Eigentümerin der Reithalle. Diese, eröffnet 1980, diente z.B. 1986 für 89 verschiedene Veranstaltungen. Königin Beatrix der Niederlande (*1938) hielt sich 1982 kurz im Wenken auf. |