Riehener Gemeinderat fordert nachhaltige Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen

Mitteilungsdatum: 
Dienstag, 19. August 2014
An seiner Sitzung vom 19. August 2014 hat der Gemeinderat Riehen seine Stellungnahme zur Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen verabschiedet. Er fordert das Landratsamt Lörrach auf, die vorgesehene Sicherung des Perimeters 2 zu überdenken und von der zuständigen Firma eine langfristige Lösung zu verlangen.

Die Gemeinde Riehen bezieht ihr Trinkwasser hauptsächlich über die Grundwasseranreicherung der IWB in den Langen Erlen, welche mit Flusswasser aus dem Rhein gespiesen wird. Die Rohwasserfassung befindet sich rund 2.5 km unterhalb des Auslaufbauwerks der ARA BASF, bei welchem sich die Kesslergrube, die saniert werden muss, befindet. Die Gemeinde Riehen ist somit von der Sanierung der Kesslergrube unmittelbar betroffen.

Die Gemeinde Riehen begrüsst es grundsätzlich, dass die Altlast saniert werden soll. Im Perimeter 1 der Kesslergrube wird mit der Entfernung des belasteten Bodenmaterials den Erwartungen an eine Sanierung entsprochen. 
Die nun vorgesehene Einkapselung des Perimeters 2 ist aber keine Sanierung im eigentlichen Sinne, sondern eine Sicherung der vorhandenen Altlast. Damit wird das Problem nicht gelöst, sondern seine Lösung späteren Generationen überlassen. Der Gemeinderat beurteilt deshalb aufgrund seines Wissensstandes das gewählte Sanierungsverfahren als nicht nachhaltig. Zu diesem Schluss kommt auch das von der Gemeinde Grenzach-Wyhlen, vom Landratsamt Lörrach und von der BASF in Auftrag gegebene Nachhaltigkeitsgutachten.

Die im Boden verbleibende Altlast stellt somit weiterhin eine potenzielle Gefährdung des Grundwassers, des Rheinwassers und somit auch des Trinkwassers von über 200‘000 Konsumenten in der Region Basel dar.

Der Gemeinderat hält dies in seiner Stellungnahme an das Landratsamt Lörrach fest und fordert, die Einkapselung neu zu bewerten und auch für den Perimeter 2 von der verantwortlichen Firma eine Sanierung zu verlangen, welche das Problem langfristig und somit nachhaltig zu lösen vermag. Er unterstützt damit das Anliegen der Nachbargemeinde Grenzach-Wyhlen, welche ebenfalls eine nochmalige Überprüfung der Sanierungsmethode fordert.

Weitere Auskünfte erteilt:
Christine Kaufmann, Gemeinderätin Kultur, Freizeit und Sport sowie Umwelt, Tel. 061 645 40 40